Über mich - Ron Bertolla - Geboren am 3. Mai 1975
Ron verbrachte seine Kindheit im Winkel 6 in Lengnau, direkt neben dem Feuerwehrmagazin der Gemeinde. Das brachte immer einiges an Leben in die Gegend. Das Feuerwehrgebäude beherbergte auch die Militärküche, und der große Feuerwehrplatz wurde häufig von Ron als Sportplatz genutzt.
Seine Schulzeit verbrachte er von 1982 bis 1985 in der Primarschule und anschließend bis 1990 in der Sekundarschule von Lengnau.
1985 war das Jahr, in dem Ron dem Tennis verfallen ist. Als Boris Becker zum ersten Mal Wimbledon gewann, entflammte auch Ron seine Leidenschaft für den Tennissport. In den folgenden Jahren verfolgte er jedes Spiel "seines" Idols und spielte oft selbst mit dem Racket vor dem Fernseher. Jede Niederlage Bechers erlebte er als persönliche Enttäuschung und war dann kaum ansprechbar. Bald trat er dem Tennisklub Pieterlen bei, wo er rasch als talentiert erkannt wurde und ins Interklub-Team aufgenommen wurde. Bereits bei seiner ersten Turnierteilnahme gewann er den Juniorenmeistertitel. In den folgenden Jahren trainierte er intensiv und konnte sich auch in den Seeland-Meisterschaften im Tischtennis einen Titel sichern, auch wenn er bei den Berner Ausscheidungen nur den undankbaren 9. Platz belegte. Dennoch war dies ein beachtlicher Erfolg, da er nur auf einem Steintisch in der Badi trainiert hatte.
In der Zauberkunst war sein Vater Marco bereits ein erfahrener Zauberer, der mit Shows und Auftritten in der ganzen Schweiz bekannt war. Ron beobachtete die Zaubertricks seines Vaters mit großem Interesse und studierte sie genau. Oft durfte er neue Effekte und Routinen des Vaters kennenlernen und gab seine eigene Meinung dazu ab.
Im August 1991 begann Ron eine dreijährige Lehre als Kaufmännischer Angestellter bei der ETA. Während dieser Zeit besuchte er die Berufsschule (BBZ) in Grenchen. Ron war kein Musterlehrling und musste immer wieder zu Höchstleistungen angespornt werden. Die Aufgaben wurden oft vernachlässigt, aber wenn es darauf ankam, war er stets vorne dabei – ein wahrer "Genie".
Auch in der Zauberkunst strebte Ron nach mehr. Mit der Hilfe seines Vaters begann er, Zaubertricks und -griffe zu erlernen und trat dem Zauberklub Grenchen bei, der von Urs Saner (Orsani) geleitet wurde. Dort konnte er erste Auftritte absolvieren und Erfahrungen sammeln. 1993 feierte sein Vater das 20-jährige Bühnenjubiläum, und Ron trat mit 18 Jahren erfolgreich vor einem großen Publikum auf (siehe Fotogalerie).
Nach erfolgreichem Abschluss seiner Lehre blieb Ron bei der ETA und erhielt eine Festanstellung als Sachbearbeiter im Einkauf. Zu dieser Zeit war die Schweizer Wirtschaft in einer schwierigen Lage, und er schätzte es sehr, dass er weiterhin beschäftigt wurde.
In den folgenden Jahren widmete sich Ron nicht nur dem Beruf, sondern auch der Organisation des Straßenhockeyklubs und bestand 1995 mit Bravour die Prüfung für die Dachvereinigung Schweizerischer Zauberkünstler, den "Magischen Ring der Schweiz".
Im Jahr 2000 trat er dem "Magic Promotion Club Bern" bei, nachdem er den Zauberklub Grenchen verlassen hatte. Der Club in Grenchen war für größere Treffen zu klein geworden. Im MPC wurde er schnell integriert und half, die Webseite des Klubs aufzubauen und zu betreuen.
Zwei Jahre später verließ Ron den Straßenhockeyklub Lengnau nach 9 Jahren Mitgliedschaft und Präsidentschaft und trat dem SHC Bettlach bei. Diese Entscheidung sollte sich für ihn als äußerst wichtig herausstellen. Als Trainer der ersten Mannschaft des SHC Bettlach gelang es ihm 2005, den Verein in die höchste Spielklasse der Nationalliga A zu führen.
Im Jahr 2008 übernahm Ron als Präsident des SHC Bettlach eine große Verantwortung und leitete den Verein, der mittlerweile 9 Mannschaften und über 150 Mitglieder zählte. Auch in der Zauberei sammelte er weiterhin wertvolle Erfahrungen und entwickelte neue Ideen und Effekte für seine Shows. Bei der Zauberveranstaltung "Magic Dinner" im Schloss Landshut war er regelmäßig dabei.
Am 8. Juli 2012 wurde sein erster Sohn, Nevio Bertolla, geboren – ein Ereignis, das die Familie für immer veränderte. Nur wenige Jahre später, am 6. Mai 2014, kam sein zweiter Sohn, Matteo, zur Welt – und zwar am gleichen Tag wie die Zwillingssöhne von Roger Federer. War das Schicksal oder Zufall?
Im Jahr 2014 erfüllte sich für Ron ein langer Traum: Er veranstaltete ein "Zouber-Dinner" in Bettlach, zusammen mit seinem Vater. Die Veranstaltung, bei der ein 4-Gänge-Menü serviert wurde, war ein großer Erfolg und wurde 2016 fortgesetzt.
2017 nahm Ron erstmals an der Schweizer Meisterschaft beim "Baden Magisch" Zauberkongress teil und belegte einen beeindruckenden 7. Platz. Im Jahr 2018 stand eine größere Show auf dem Programm, die in der Zähnteschür in Bettlach stattfand und durch einen Barbetrieb im Erdgeschoss ergänzt wurde.
2019 starteten Ron und sein Vater eine neue Showidee – die "Magic-Night" in Zusammenarbeit mit dem Hotel Urs & Viktor in Bettlach. Für maximal 30 Gäste wurde der Raum speziell umgestaltet, um eine perfekte Sicht auf die Show zu gewährleisten. Diese Show wurde 2020 fortgesetzt und erhielt einen Gastkünstler, der den zweiten Teil des Abends gestaltete.
Ein weiteres Highlight war 2020 die Teilnahme von Ron an der SRF-Soap "Mini Schwiiz – Dini Schwiiz". Nach einer ersten Absage aufgrund von Corona konnte der Dreh im August 2020 schließlich stattfinden, und die Ausstrahlung erfolgte im April 2021. Mit 27 Punkten gewann Ron das Finale und sorgte für einen weiteren Erfolg, den er auf seiner Webseite teilen konnte.
Seit 2022 ist Ron Mitglied bei "Swiss-Magic", einem Verein, der sich auf Zauberkongresse, Seminare und öffentliche Zauberveranstaltungen in Grenchen spezialisiert. In diesem Kontext ist er nicht mehr vor der Bühne, sondern unterstützt die Künstler hinter den Kulissen. Diese neue Rolle erlaubt es ihm, einen anderen Blickwinkel auf die Zauberkunst zu bekommen und einen wichtigen Beitrag zur Organisation und Durchführung von Zauberveranstaltungen zu leisten.
2024 war Ron einer der acht Zauberkünstler, die an mehreren Shows in Zug und Winterthur an einer immersiven Show mit Bühnenbild aus den 20er Jahren teilnahmen.